Dr. Joachim Janus
Diplom-Chemiker Diplom-Wirtschaftschemiker
Wollseifener Str. 6 ∙ D-52152 Simmerath
Verfahren zur elektrochemischen Trennung von
Silber und Kupfer
Der Trend zu reinsten Metallen und deren Gewinnung in zweckentsprechenden Anlagen, die wenig Personal erfordern und umweltfreundlich arbeiten, führt fast zwangsläufig zum Einsatz elektrochemischer Verfahren, zumal diese auch wenig Energiebedarf haben. Abluft und Abwasserbelange sind bei der nachfolgend beschriebenen Technik relativ klein und mit einfachen Mitteln zu meistern. Durch vollständige Rückgewinnung der Wertstoffe ist die verbleibende Abwasserreinigung sogar rentabel.
Alle Silberlegierungen sind elektrochemisch zu trennen. Die Wahl des Verfahrens wird bestimmt durch Feingehalt und Analyse der Scheidelegierung. Zur Orientierung diene nachstehende Übersicht:
Scheidelegierungen mit
1. 1 - 50 ‰ Ag werden in einer modifizierten Cu-Elektrolyse mit H2S04 - Elektrolyt eingesetzt,
2. 50 - 600 ‰ Ag werden in einer H2S04 -Elektrolyse auf 920 ‰ Ag vorgeschieden,
3. 600 - 985 ‰ Ag können in der Janus - Elektrolyse ohne Stock direkt auf Feinsilber handelsüblicher Reinheit geschieden werden,
4. 985 - 999 ‰ Ag werden in der konventionellen Möbius- oder Balbach Thum - Elektrolyse mit äquivalentem Stock auf Feinsilber handelsüblicher Reinheit elektrolysiert.
Die Verfahren 1 und 2 sind Vorscheideverfahren, die über Verfahren 3 zum E-Ag führen. Die Nebenbetriebseinrichtungen entsprechen der Kupferelektrolyse, wobei ein Schwerpunkt auf Anodenschlammerfassung und -aufarbeitung gelegt werden muß; Begleitmetalle können Sondereinrichtungen notwendig machen.
Die Verfahren 3 und 4 führen direkt zum handelsfähigen Endprodukt E-Ag. Die vollständige Rückgewinnung des Cu ist mittels Elektrolyse und Hilfseinrichtungen gegeben. Die beschriebenen Scheideverfahren dienen zur Wertstoffrückgewinnung und sind umweltfreundlich. Sie können mit sehr guter Rentabilität bei geringem Platzbedarf betrieben werden.